„Kein Bier bei Rassisten!“ – Barsilica-Chef empört mit rassistischen Äußerungen

AusländerInnen und TouristInnen in Braunauer Café-Bar Barsilica unerwünscht: „Das könnten ja Terroristen sein.“

Am Donnerstag, dem 8. Mai, veröffentlichten die Oberösterreichischen Nachrichten in ihrem Lokalteil „Braunauer Warte“ einen Artikel mit dem Titel „In der Café-Bar Barsilica dürfen sich Gäste (fast) nur auf Deutsch unterhalten“. Im Artikel wird unter anderem eine Szene beschrieben, bei der zwei kroatisch sprechende LokalbesucherInnen aufgefordert wurden, in der Braunauer Bar deutsch zu sprechen, ein anderer – englisch sprechernder – Gast aber nicht. Mit dem Vorfall konfrontiert, rechtfertigte sich Barbesitzer Hannes Froschauer: „Bei mir wird nur deutsch gesprochen, sonst bekomm’ ich es mit der Angst zu tun. Das könnten ja Terroristen sein.“ AusländerInnen seien in seinem Lokal aber sowieso nicht willkommen, so Froschauer weiter und ergänzt: „Wenn du einen Tisch voll Türken oder Jugoslawen hast, hast du plötzlich zehn davon. Und dann kommen auch keine Einheimischen oder Touristen mehr hierher.“

„Kein Bier bei Rassisten!“

Das Bündnis „braunau gegen rechts“ hält den beschriebenen Vorfall für eine bodenlose Frechheit. „Die Worte des Herrn Froschauer richten sich eigentlich von selbst und sind an Rassismus kaum zu überbieten!“, zeigt man sich im Bündnis „braunau gegen rechts“ empört. Gerade weil Braunau aufgrund seines schweren historischen Erbes eine besondere Verantwortung obliegt, braucht es hier eine unmissverständliche Stellungsnahme seitens der Stadtgemeinde: „Wenn Braunau eine weltoffene Stadt sein möchte, darf ein solch rassistisches Verhalten nicht toleriert werden!“

Im Bündnis „braunau gegen rechts“ ist man sich sicher, dass die Aussagen und Verbote des Herrn Froschauers gegen das in Österreich geltende Gleichbehandlungsgesetz verstoßen. Man wird hier nicht locker lassen und rechtliche Schritte gegen die Café-Bar Barsilica prüfen. „Wenn Gäste in der Barsilica nicht willkommen sind, können wir jedem nur empfehlen lieber auf eine gastfreundliche Bar auszuweichen“, erklärt das Bündnis „braunau gegen rechts“ und fordert abschließend: „Kein Bier bei Rassisten!“