Braunauer Bulldogs: Hitlergruss im KZ-Mauthausen

KPÖ und Infoladen Wels fordern Konsequenzen

Zu einer an Zynismus und Menschenverachtung wohl kaum zu überbietenden Aktion ließen sich im „Gedenkjahr 2005“ die „Braunauer Bulldogs“ – ein Fanclub des Landesligisten FC Braunau – hinreißen: Für ein Gruppenfoto posierten sie mit ihrem Transparent im Konzentrationslager Mauthausen. Fünf von neun der „Fans“ haben dabei den rechten Arm zum „Hitler-Gruß“ gestreckt.

Das Bild gefiel den „Bulldogs“ so gut, dass sie es monatelang auf ihrer Website zur Schau stellten, erst vor wenigen Tagen wurde es entfernt, offenbar aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Ebenso entfernt wurde ein Bild mit Freunden des in der Nähe zum Rechtsextremismus agierenden „Rapid Club Wels“, das Braunauer und Welser „Fußballfans“ beim Hitler-Gruß zeigt – in Pasching beim „Pizza-Mann“.

Die KPÖ-Oberösterreich und der Infoladen Wels fordern nun den Verfassungsschutz, die Stadt Braunau bzw. Bürgermeister Gerhard Skiba und den FC Braunau und dessen Präsidenten Gerhard Holzinger zu Konsequenzen gegen die „Braunauer Bulldogs“ auf, da hier ganz offensichtlich ein Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz vorliegt: „Die Stadt Braunau hat in den letzten Jahren viel zur Aufarbeitung der Vergangenheit und zur Verbesserung ihres Rufes getan“ so KPÖ-Landessekretär Leo Furtlehner, „wenn aber der FC Braunau Neonazis als Anhänger akzeptiert, wird diese Arbeit zunichte gemacht.“

(Quelle: http://www.infoladen-wels.at/print/archiv/mehr.php?no=22)